In der Handsetzerei werden die einzelnen Buchsta-
ben, die in den 130 Fächlein des Setzkastens liegen,
nach den Wünschen des Kunden oder den Ideen
des Setzers zu Texten zusammengefügt. Dabei ar-
beitet die Offizin nach den klassichen Satzregeln
und wendet bei der typographischen Gestaltung
möglichst oft einfache Proportionen wie z.B. den
Goldenen Schnitt an. Eine reiche Auswahl an Orna-
menten und Zierbuchstaben lässt diesbezüglich
kaum Wünsche offen.

Neben den selber gegossenen Schriften stehen Dut-
zende weiterer wertvoller Künstlerschriften und
Plakatlettern aus Holz zur Verfügung.       
Illustrationen werden als gerasterte Buchdruckkli-
sches (von vorhandenen Vorlagen) oder als Holz-
schnitte in den Text eingesetzt.

Zwar sind die typographischen Mittel – gegenüber
heutiger Computertechnologie – eingeschränkt. Ge-
rade in der Beschränkung sieht die Offizin ihre
Stärke, in dem sie sich auf wirkungsvolle Einfach-
heit und wohltuende Schlichtheit besinnt, wie das
viele Frühdrucke des 15. Jahrhunderts auszeichnet.

 


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